Musical.ly

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Was? Wer? Wie?

Musical.ly ist einer der größten App-Trends, die das letzte Jahr hervorgebracht hat. Doch worum dreht sich die ganze Aufregung? Wir haben die wichtigsten Fakten aufgelistet!

WAS?

Musical.ly ist eine Videoplattform, die als soziales Netzwerk genutzt wird und ähnlich wie Instagram funktioniert (z.B. die Suche mit # Hashtags). Jeder User, auch Muser genannt, kann hier kurze Videos (max. 15 Sekunden) selber machen oder auf Entdeckungsreise gehen und schauen, welche Videos von anderen gedreht wurden.

Die Besonderheit an den kurzen Filmchen ist, dass Muser weder großartig singen noch sprechen können müssen, denn es handelt sich um Lip-Sync-Darstellungen. Muser bewegen also ihre Lippen zum Playback von Musik oder Filmszenen.

Spannung bringt Musical.ly zusätzlich durch sogenannte Challenges, also Wettbewerben, in denen Videos zu bestimmten Aufgaben gedreht werden müssen, wie z.B. #Zwiebellook oder #backtoschool.

Kreativität steht hier an 1. Stelle! Für die Videos, die dir am besten gefallen, kannst du Herzen vergeben, die für die tägliche Bestenliste zählen.

WER?

Einige Stars, wie z.B. Selena Gomez oder Ariana Grande besitzen mittlerweile Musical.ly – Accounts, die beliebtesten Videos kommen aber meist von Jugendlichen, die erst durch die App bekannt wurden, wie z.B. Baby Ariel, Lisa und Lena oder Chany Dakota und Joely White.

Du weißt immer noch nicht, wovon wir eigentlich reden und kannst dir nichts darunter vorstellen? Hier haben wir ein Beispiel für dich:


WIE?

Um dich selbst in einem solchen Video zu präsentieren oder dir die Kunstwerke der anderen anzusehen, brauchst du als erstes ein Smartphone mit der gratis Musical.ly – App und einem eigenen Profil. Dein Profil kann entweder privat oder öffentlich sein, der Unterschied liegt darin, wem du erlaubst deine Beiträge zu sehen. Privat=Freunde, Öffentliche= alle, auch wenn jemand keinen Musical.ly-Account hat. Du kannst nach Personen, Challenges oder Musik suchen, die Suche funktioniert hier mit # Hashtags. Wenn du dir die Videos von anderen anschaust, ist schnell klar, dass der Spaß an der Sache im Vordergrund steht. Die Beiträge müssen nicht perfekt sein, es zählt eher, zu zeigen, wer man ist und das möglichst locker und spontan.

Für die Aufnahme selbst gibt es einige Effekte und Filter, mit denen du dein Video aufpimpen kannst. Der wohl beliebteste Effekt ist der „Schnell“-Modus. Hier wird der Song, den du auswählst, während deiner Aufnahme langsam abgespielt. Sobald das Video fertig ist, wird sowohl das Lied, als auch dein Video wieder schneller und wirkt dadurch sehr straight in den Bewegungen.

WORAUF MUSST DU ACHTEN?

PRIVAT VS. ÖFFENTLICH

Bei der Registrierung bei Musical.ly ist dein Profil zunächst automatisch öffentlich. Du solltest dir genau überlegen, ob du das auch wirklich möchtest.

Ist ein Profil öffentlich, kann wirklich jeder deine Beiträge sehen, auch Menschen, die keinen Musical.ly –Account besitzen. Bei einem privaten Profil schaut das ganze schon wieder ganz anders aus: Hier können nur deine Freunde sehen, was du veröffentlichst. Du kannst dir also genau überlegen, wem du etwas zeigen möchtest, deshalb empfehlen wir ein solches privates Profil. Um dein Profil umzustellen, musst du auf deiner Profilseite auf das Rädchen oben rechts tippen > Einstellungen auswählen > mit dem Schieberegler ein „privates Konto“ einstellen.

WEM GEHÖRT WAS?

Wie gesagt wird die App besonders in Amerika benutzt, das merkt man auch daran, dass die Nutzungsbedingungen komplett auf Englisch sind. Das Problem mit der Nutzung in Österreich ist, dass bei uns das Urheberrecht viel strenger greift als in anderen Ländern. Die Songs und Zitate, die du in der App findest, gehören den Urhebern, also den Interpreten. In Ö darfst du sie ohne Erlaubnis des Urhebers gar nicht in Videos verwenden! Ein Verstoß gegen dieses Recht kann eine teure Abmahnung zur Folge haben. Zurzeit gibt es Verhandlungen mit Musical.ly, um dieses Problem direkt mit der Plattform zu lösen, ähnlich wie bei Youtube. Falls das Ganze aber nicht klappt, kann es passieren, dass jeder End-User, also alle, die ein eigenes Musical hochgeladen haben, die Lizenz zur Verwendung des Songs selbst bezahlen muss.  Um also einer deftigen Geldstrafe aus dem Weg zu gehen, ist es zurzeit in Österreich besser, kein Musical zu veröffentlichen.

 

UNSERE TIPPS:

  • Überlege dir genau, wer deine Beiträge sehen darf!
  • Lass deiner Kreativität freien Lauf!
  • Keine Panik wenn es mal länger dauert. Die meisten Muser brauchen gute 20 Minuten, bis ihr 15 Sekunden Musical fertig ist.
  • Lass die Finger von zu freizügigen Videos und achte darauf, keine Hinweise auf deinen Wohnort und Schule zu geben.
  • Du bekommst von Fremden Nachrichten? Geh auf dein Profil > tippe das Rädchen rechts oben an > geh auf Einstellungen > aktiviere direct.ly nur von Freunden mit dem Schiebebalken. Jetzt kannst du nur von deinen Freunden Nachrichten erhalten.
  • Lass dich nicht von anderen belästigen! Wenn dich andere NutzerInnen nicht in Ruhe lassen, kannst du diese einfach blockieren oder melden. Du rufst das Profil von dem Nutzer auf, tippst rechts oben auf die drei Punkte und kannst zwischen „diesen Benutzer blockieren“ oder „Missbrauch melden“ wählen.
  • Mit einem öffentlichen Profil machst du dich angreifbar für Mobbing und Belästigung. Wir würden dir deshalb empfehlen, ein privates Konto einzurichten.

FAZIT

Bei Musical.ly stehen Spaß und Kreativität an erster Stelle, dennoch solltest du genau darauf achten, was du von dir selbst veröffentlichen willst und welchen Leuten du darauf Zugriff erlaubst. Eine Plattform zur Selbstdarstellung und um dabei zu sein, ist für Jugendliche wichtig, doch die Konsequenzen solltest du dennoch im Kopf behalten.

 

Du hast noch mehr Fragen? Kein Problem, melde dich einfach bei uns oder bei www.saferinternet.at. Hier bist du auf jeden Fall gut aufgehoben!

 

Weiterführende Links:

www.saferinternet.at

www.akm.at